Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf) Augenprüfung von Schulze-Gunst Augenoptik in Berlin Lichterfelde-West (Bezirk: Steglitz-Zehlendorf)

Terminologie des Augenoptikers

In diesem Bereich stehen Ihnen ausführliche Informationen rund um die Themen Auge und Sehen zur Verfügung. Das Auge ist ein faszinierendes Organ – Sehen ein äußerst komplexer Vorgang. Bis das Bild bei uns im Gehirn entsteht, durchläuft es viele Prozesse. Fast eine Million Nervenfasern sind dabei beteiligt. Kommen Sie mit uns auf Entdeckungsreise und klicken Sie sich durch die verschiedenen Themen rund um das Sehen.

Kurz: Akkommodation bezeichnet die Fähigkeit des Auges, durch Muskelanpannung (Ziliarmuskel) Objekte in verschiedenen Entfernungen scharf sehen zu können.

Als Akkommodation bezeichnet man den Vorgang der Brechwertänderung des Auges infolge Anspannung oder Entspannung des Ziliarmuskels mit Verformung der im Auge befindlichen Augenlinse. Durch Anspannung des Ziliarmuskels (Nahakkommodation) werden näher zum Auge liegende Objekte scharf auf die Netzhaut abgebildet, durch Entspannung (Fern- oder Desakkommodation) werden entferntere Objekte auf die Netzhaut abgebildet.

Die maximale Brechwertänderung, die ausgeführt werden kann, wird als Akkommodationsbreite bezeichnet. Die Akkommodationsbreite ist altersabhängig. Junge Menschen haben eine höhere Akkommodationsbreite als alte Menschen. Bei Linsenlosigkeit (Aphakie) oder nach Implantation einer Kunstlinse (Intraokularlinse, Pseudophakie) ist keine Akkommodation möglich.

Kurz : Altersgemäßer Verlust der Flexibilität der Augenlinse (innerhalb des Auges) mit der Folge, dass Rechtsichtige oder Träger einer Fernbrille in der Nähe nicht mehr scharf sehen können.

Die Fähigkeit, verschieden weit entfernte Objekte durch Akkommodation scharf sehen zu können, verändert sich altersabhängig. Weil die Augenlinse, welche die Akkommodation bewirkt, kontinuierlich wächst und ständig unflexibler wird, können junge Menschen mehr akkommodieren als ältere. Wenn die Akkommodationsbreite altersbedingt unter 4,0 Dioptrien gesunken ist –statistisch ab etwa dem 44. Lebensjahr- , spricht man von Alterssichtigkeit. Dann können rechtsichtige Menschen und fernkorrigierte Fehlsichtige nahe Objekte (Entfernung unterhalb 40cm), nicht mehr scharf sehen. Menschen über 60 Lebensjahren oder solche mit künstlichen Augenlinsen (Intraokularlinsen nach Cataract-Operationen) sind in der Regel nicht zu nennenswerter Akkommodation fähig.Die Alterssichtigkeit kann mit Brillen und Kontaktlinsen ausgeglichen werden.

Kurz: unterschiedliche Bildgrößenwahrnehmung zwischen rechtem und linkem Auge.

Aniseikonie liegt vor, wenn die Bildgrößenwahrnehmung zwischen rechtem und linkem Auge unterschiedlich ist, wenn z. B. wird dasselbe Objekt mit dem rechten Auge um 15% größer wahrgenommen als mit dem linken. Die Aniseikonie kann auch nur bestimmte Korrektionsrichtungen betreffen (dann spricht man von meridionaler Aniseikonie).

Für Aniseikonie kommen als Ursache in Frage: bestimmte Ausprägungen des Astigmatismus, Anisometropie, unterschiedliche Baulängen der Augen, unterschiedliche Rezeptorzelldichte beider Netzhäute, unterschiedliche Reizverarbeitung der Netzhautbilder im Gehirn.

Aniseikonie kann Sehprobleme verursachen. Weil die Bilder unterschiedlich groß wahrgenommen werden, können sie schlechter zu einem Bild verschmolzen (fusioniert) werden. Aniseikonien können mit speziellen Brillengläsern (aniseikonische Brillengläser), mit Kontaktlinsen oder einer Kombination aus Brille und Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Ob eine Korrektion notwendig und welche Korrektionsart sinnvoll ist (Brille und/oder Kontaktlinse), wird während der Augenprüfung ermittelt.

Kurz: beide Augen weisen eine deutlich unterschiedliche Fehlsichtigkeit auf. Der Unterschied kann bei Astigmatismus auch nur eine Richtung betreffen.

anisometropie

Wenn das Augenpaar sehr unterschiedlich fehlsichtig ist ( z. B. rechts –2,50dpt, links +3,50 dpt) spricht man von Anisometropie. Die Anisometropie kann auch nur bestimmte Korrektionsrichtungen betreffen (bei stärkeren Astigmatismen, dann spricht man von meridionaler Anisometropie).

Die Korrektion einer hohen Anisometropie stellt oft eine Herausforderunge für den Augenoptiker dar. Es gestaltet sich oft schwierig, Sehhilfen herzustellen, die verträglich sind und ästhetisch ansprechend sind. Zum einen hat ein Brillenglaspaar unerwünschte Nebenwirkungen, wenn sie deutlich unterschiedliche Wirkungen aufweisen, zum anderen sehen sie auch ungleich aus und die hinter ihnen liegenden Augenpartien wirken für Beobachter verschieden.

Falls Probleme bei einer Anisometropiekorrektion mit Brille erwartet werden, kann man die Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen oder mit einer Kombination aus Brille und einer Kontaktlinse ausgleichen. Welche Korrektionsart sinnvoll ist, wird während der Augenprüfung ermittelt.

Kurz: Der Augapfel steht unter permanentem Druck; dieser wird durch den Augeninnendruck angegeben.

Im Auge wird fortwährend Kammerwasser gebildet. das hauptsächlich über eine feine netzartige Struktur (Trabekelwerk) den Kammerwinkel abfließt. Dieser ringförmige Kammerwinkel befindet sich unmittelbar hinter dem Übergang zwischen Ihrer Hornhaut und dem „Augenweiß“, med. Sklera. Je höher der Fließwiderstand dort, desto höher der Augeninnendruck.

Wenn sich das Trabekelwerk im Laufe des Zeit durch Ablagerungen verengt, steigt der Abflusswiderstand und der Augeninnendruck nimmt zu. Häufig verursachen hohe Drücke einen Grünen Star (med. Glaukom), der unbehandelt zur Sehbehinderung/Erblindung führen kann.

Aus einer Vielzahl von untersuchten Augen entstand die Erkenntnis, dass das Risiko, einen Glaukomschaden zu erleiden, bei Drücken über 21mmHg deutlich erhöht ist. Bei manchen Glaukomerkrankungen ist es zum Abwenden weiterer Netzhautschäden notwendig, mit Medikamenten den Augendruck weit unter 21mm Hg abzusenken. Diese Grenze gilt somit nur als Anhaltswert für bislang unauffällige Augen.

Statistisch gesehen haben Frauen ein etwas höheres Risiko, an einem Glaukom zu erkranken als Männer, dieses Risiko steigt für beide Geschlechter mit dem Alter an. Ein erhöhtes Glaukomrisiko besteht auch, wenn in der Verwandtschaft bereits ein Glaukomfall diagnostiziert wurde.

Kurz: Messung des Augeninnendrucks

Zur Messung des Augeninnendruckes wenden wir ein Verfahren an, das mittels einer winzigen Sonde kurzzeitig und kaum spürbar die Hornhaut berührt. Das Verfahren ist ebenso sicher wir genau und weniger unangenehm als das Luftstoß-Verfahren. Dieser Test dient zur Feststellung, ob Sie zur Glaukom-Risikogruppe (Grüner Star) gehören. In Verbindung mit dem Perimetrie-Screening wird die Messung aussagekräftiger. Die Diagnose eines Glaukoms gehört in die Hand eines Augenarztes. Die Augendruckmessung wenden wir nur als Screening-Instrument an.

Brillenpass

Sph: Späre, Anteil der korrigierenden Wirkung zum Ausgleich einer reinen Kurz- oder Über- oder Alterssichtigkeit (nur bei Nahbrillen)

Cyl: Zylinder, Anteil der korrigierenden Wirkung zum Ausgleich einer Stabsichtigkeit

A: Achse, Orientierung der korrigierenden Zylinderwirkung

Add: Addition, Anteil der korrigierenden Wirkung einer Alterssichtigkeit (nur Mehrstärken- oder Gleitsichtbrillen)

Pr : Prisma, Vorhandensein einer korrigierenden Wirkung bei Winkelfehlsichtigkeit oder Schielfehler

Kurz: Fähigkeit des visuellen Systems bunte Farben zu empfinden.

farbpalette, farbsehvermögen

Wenn das Sehen normal ist, werden alle Farben, für die das Auge empfindlich ist, wahrgenommen und sehr ähnliche Farben können unterschieden werden. Bei einer Farbsinnstörung sind diese Fähigkeiten eingeschränkt (Farbanomlie) oder gar nicht vorhanden (partielle oder totale Farbblindheit).

Betroffene wissen häufig, dass sie beim Erkennen bestimmter Farben oder Farbkontraste Probleme haben (hauptsächlich männliche Personen). Häufig sind die Einschränkungen erblich bedingt, manchmal aber auch Zeichen von Erkrankungen.Wir führen Teste zum Farbsehvermögen sowohl als allgemeine Befunderhebung als auch für besondere Zwecke durch (z. B. als Nachweis für interessierte Stellen zum Ausüben besonderer Tätigkeiten).

Kurz: Fehler höherer Ordnung sind im engeren Sinne die Abbildungsfehler der Augen, die mit nicht mit den Begriffen Kurz- /Über- oder Stabsichtigkeit beschrieben werden können. Die Ursachen für das Auftreten von Fehler höherer Ordnung liegen hauptsächlich in Unregelmäßigkeiten der Hornhaut und der Augenlinse.

Wellenfrontfehler des Auges

Wellenfrontfehler farbkodiert

Der Begriff Wellenfront entstammt der Wellenlehre und steht für die gedachten Flächen der Lichtwellen eines abbildenden Lichtbündels, die von Wellenorten mit gleichem Schwingungszustand (gleiche Phasenlage) aufgespannt werden. Die ungestörte Wellenfront einer Welle, die von einem weit entfernten Objekt ausgeht, ist eben. Störungen einer solchen Wellenfront werden als Verformungen dieser Fläche gedacht: Eilen einige Wellenphasen vor, wird die Fläche dort vorgewölbt, bei Verzögerungen ist die gedachte Fläche an diesen Stellen eingesunken.

Grafisch werden diese Flächen wie eine Landkarte eingefärbt: je mehr Flächenanteile in Richtung Rot verschoben sind, desto mehr laufen an diesen Stellen die Lichtwellen der idealen Welle voraus, sie sind wie ein Gebirge erhaben, je verzögerter die Wellen sind, im umgekehrten Falle werden sie in Blautönen dargestellt. Nur die grünen Bereiche sind ideal für eine fehlerfreie Abbildung.

Jeder Abbildungsfehler des Auges kann als Wellenfrontfehler beschrieben werden. Komplexe Wellenfrontdeformationen (Abbildungsfehler) werden nach einem Analyseverfahren in einfach zu beschreibende Einzelfehler aufgeteilt. Dafür wird das von Frits Zernike (Physiker, Nobelpreisträger, 1888-1966) in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts vorgeschlagene System angewendet. Die Einzelfehler verursachen typische geometrischen Deformationen der Wellenfront.

Die Fehler niedriger Ordnung

(Kurzsichtigkeit, Übersichtigkeit) und Stabsichtigkeit werden bereits bei der Augenprüfung erkannt und berücksichtigt. Ihre Anteile am Gesamtfehler sind in der Regel hoch. Die typischen Fehler höherer Ordnung sind die Koma und die sphärische Aberration sowie der dreiachsige Astigmatismus (auch Trefoil- oder Kleeblattfehler genannt). Diese Fehler werden mit einem speziellen Messgerät (Aberrometer) bestimmt. Fehler höherer Ordnung können nicht mit Brillengläsern oder Kontaktlinsen korrigiert werden. Stattdessen werden ihre sphärischen und einfachen astsigmatischen Äquivalente korrigiert.

Sehtest für den Führerschein

Als amtlich anerkannte Sehtest-Stelle können wir für Bewerber der Führerschein-Klassen A, A1, B BE, M, L und T Sehtest-Bescheinigungen gemäß §12 Abs. 2 der Fahrerlaubnis-Verordnung ausstellen. Voraussetzung zum Bestehen des Testes ist eine Sehschärfe von mindestens 0,7 (70%), die jedes Auge erbringen muss. Wenn Sie einen Führerschein-Sehtest durchführen lassen möchten, benötigen wir von Ihnen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Die amtlich festgesetzte Gebühr für Durchführung des Testes und die Bescheinigung beträgt z. Zt. € 6,43.

Kurz: Bestimmung des peripheren Sehens.

Dinge, die uns interessieren, blicken wir an. Dabei werden die interessanten Dinge auf die Netzhautstelle des schärfsten Sehens abgebildet. Indem wir unentwegt Blickbewegungen machen, bekommen wir ein detailliertes Gesamtbild unserer Umgebung. Obwohl die Netzhautbereiche außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens flächenmäßig verhältnismäßig viel größer sind, bemerken wir oft ihre Funktion nicht.

So fällt uns oft nicht auf, wenn durch eine Schädigung, diese zum Scharfsehen ungeeigneten Bereiche eingeschränkt arbeiten.Die häufigste Ursache, welche die Netzhautbereiche außerhalb der Stelle des schärfsten Sehens schädigt, ist der zu hohe Augeninnendruck (med. okuläre Hypertension). Er verursacht häufig den Grünen Star (med. Glaukom), der unbehandelt zu Sehbehinderung/Erblindung führen kann.

Durch den zu hohen Druck im Auge können die feinen Rezeptoren der Netzhaut und auch der Sehnerv selber irreversibel geschädigt werden, was eine Verringerung der Lichtempfindlichkeit bzw. Absterben der betroffenen Netzhautstellen zur Folge hat.

Bei der Perimetrie wird die altersabhängige Empfindlichkeit der Netzhaut getestet und bewertet.Neben der Tonometrie ist die Perimetrie als Verfahren zur Früherkennung des Glaukomrisikos anerkannt.

Wir empfehlen Ihnen die regelmäßige Durchführung eines Perimetriescreenings ab dem 40. Lebensjahr sowie auch dann, wenn Sie aufgrund eines erhöhtem Augeninnendruck oder familiärer Belasung zur Glaukomrisikogruppe gehören. Die Glaukomdiagnose gehört zur Tätigkeit des Augenarztes. Wir wenden die Perimetrie nur als Screening-Instrument für bislang glaukomunauffällige Menschen an.

Kurz: Fähigkeit, Details mit geringen Kontrasten zu erkennen.

Die Kontrastempfindlichkeit beschreibt die Fähigkeit, Details mit geringem Kontrast zu erkennen. So kann man schwachgrau gedruckte Texte auf weißem Papier schlechter erkennen als schwarz Gedrucktes. Bei sehr geringen Kontrasten dürfen die zu erkennenden Details nicht sehr klein sein, damit man sie wahrnehmen kann. Umgekehrt müssen sehr kleine Details einen hohen Kontrast aufweisen, damit man sie erkennen kann.

Die Kontrastempfindlichkeitsfunktion (Abhängigkeit der Kontrastempfindlichkeit in Abhängigkeit der Detailgröße) krankhafter Augen ist charakteristisch verändert. Bei Sehbehinderung ist häufig auch die Kontrastempfindlichkeit der Augen verringert, was z. B. das Erkennen von Gesichtern (geringer Kontrast) sehr erschwert.Teste zur Ermittlung der Kontrastempfindlichkeit dienen uns zur allgemeinen Befunderhebung, insbesondere bei Menschen mit Netzhauterkrankungen bei der Anpassung vergrößernder Sehhilfen.

Kurz: Kurzsichtige sehen ohne Sehhilfe ferne Objekte unscharf, können abhängig von der Stärke der Kurzsichtigkeit in der Nähe gut sehen.

Myopie (Kurzsichtigkeit)

Kurzsichtige sehen ferne Objekte nicht optimal scharf. Sofern zusätzlich kein größerer Astigmatismus vorliegt, können kurzsichtige Menschen nur in endlicher Entfernung scharf sehen (daher der Begriff Kurzsichtigkeit). Bei diesem Sehfehler ist die Baulänge des Auges größer als es für ein scharfes Netzhautbild beim Blick in die Ferne erforderlich ist.

Die Ursachen für Kurzsichtigkeit sind noch nicht restlos verstanden. Neben genetischen Faktoren spielt wohl auch intensive Naharbeit bei der Entstehung eine Rolle. Da bei Kurzsichtigen häufig der Augapfel gedehnt ist, ist wegen der damit auftretenden mechanischen Gewebebelastung das Risiko einer Netzhautablösung oder eines Netzhautrisses gegenüber Übersichtigen oder Rechtsichtigen gesteigert. Daher sollten sich kurzsichtige Menschen (vor allem bei höhergradigen Kurzsichtigkeiten) alle zwei Jahre von einem Augenarzt untersuchen lassen.

Bei rechtsichtigen Augen steht die Brechkraft der Augen in idealem Verhältnis zu ihrer Baulänge. Beim entspannten Blick in die Ferne sind die Netzhautbilder scharf. Ab etwa dem 44. Lebensjahr benötigen auch rechtsichtige Augen eine Nahkorrektion, wenn die Akkommodation altersgemäß eingeschränkt ist (Alterssichtigkeit).

Kurz: andauernde Fehlstellung des Augenpaares infolge eines Ungleichgewichtes der äußeren Augenmuskeln

Schielen

Dieselben Ursachen, die zur Winkelfehlsichtigkeit führen, liegen auch dem Schielen zugrunde: Die Abweichung von der idealen Augenstellung durch ein Ungleichgewicht der Augenmuskeln.

Im Gegensatz zur Winkelfehlsichtigkeit kann beim Schielen der Augenstellungsfehler nicht ausgeglichen werden. Als Folge steht zeitgleich nur ein Auge in der richtigen Stellung. Wenn die Abweichung groß ist, ist dieser Fehler offensichtlich. Das abweichende Auge steht dann für das scharfe, detailreiche Sehen nicht zur Verfügung. Es wird (zumindest im zentralen Gesichtsfeld) abgeschaltet, um Doppeltsehen zu vermeiden. Meist fehlt dann selbst ein grobes dreidimensionales Sehen.

Trotzdem empfinden betroffene meist keinen Nachteil darin, zum räumlichen Sehen benutzen sie andere räumliche Auswertmechanismen. Sofern sich ein Schielfehler in der Kindheit manifestiert hat, ist dieser funktionelle Sehfehler nach dem 6. Lebensjahr meist nicht mehr rückgängig zu machen. Schielfehler können sich auch aus unkorrigierten Winkelfehlsichtigkeiten entwickeln.

Aus einer Winkelfehlsichtigkeit kann sich ein Schielfehler entwickeln. Wenn eine Winkelfehlsichtigkeit länger nicht ausgeglichen wird und Probleme verursacht, kann das Gehirn durch Abschalten eines Auges die Probleme zu lindern suchen. Dies empfindet der Betroffene als hilfreich und blickt immer öfter zugleich nur noch mit einem Auge. Damit kann das abweichende Auge in eine anstrengungsärmere Stellung gehen. Diese Abweichung wird später nicht mehr ausgeglichen, so dass diese Person schielt.

Kurz: stark reduzierte Sehleistung des Betroffenen

Sehbehinderte Menschen haben starke Einschränkungen des Sehvermögens (geringe Sehschärfe, geringe Kontrastempfindlichkeit, eingeschränktes Gesichtsfeld). Rechtlich gelten Personen als sehbehindert, wenn ihre Sehschärfe kleiner als 0,3 (30%) ist, als hochgradig sehbehindert, wenn ihre Sehschärfe kleiner als 0,05 (5%) ist und (gesetzlich) als blind, wenn ihre Sehschärfe kleiner als 0,02 (2%) ist oder wenn sie sich aufgrund einer sehr starken Einschränkung des Gesichtsfeldes in unbekannter Umgebung nicht orientieren können.Die häufigsten Ursachen für Sehbehinderung sind altersabhängige Makuladegeneration (AMD) Glaukom (Grüner Star) und diabetische Netzhauterkrankungen. Die Nachteile einer Sehbehinderung versucht man durch geeignete vergrößernde Sehhilfenauszugleichen.

Kurz: Fähigkeit beschreibt die Fähigkeit, kleinste Details wahrzunehmen (Auflösungsvermögen des Auges).

Die Sehschärfe beschreibt die Fähigkeit, kleinste Details eines Objektes wahrzunehmen. Weil die Netzhaut des Auges an verschiedenen Orten unterschiedliche Rezeptordichten aufweist und auch die neuronale Verschaltung der Rezeptoren ortsabhängig ist, ist diese Fähigkeit im Gesichtsfeld sehr unterschiedlich. So ist die Fähigkeit zum Erkennen kleiner Details in der Netzhautgrube (Stelle des schärfsten Sehens) etwa 50fach gegenüber einer peripheren Netzhautstelle gesteigert.

Im engeren Sinne wird die Sehschärfe eines Auges nur auf die Netzhautstelle des schärfsten Sehens (in der Regel die Netzhautgrube) bezogen und für kontrastreiche Objekte bei Helligkeit (photopisches Sehen) angegeben. Laut Definition liegt eine Sehschärfe von 1,0 (100%) vor, wenn kritische Details genormter Sehzeichen (Öffnungen von Landoldringen) unter einem Winkel von sechzigsten Teil eines Winkelgrades (1 Winkelminute) erkannt werden. Das entspricht einem centgroßen Detail eines Objektes in einer Entfernung von etwa 55 Metern. Somit sind auch Sehschärfen von über 1,0 (100%) erreichbar, typisch sind so hohe Sehschärfen aber nicht, zumal gutes Sehen auch etwas mit Kontrastempfindlichkeit zu tun hat.

Der Slogan „mit dem Zweiten sieht man besser“ gilt auch für das Augenpaar. Bei ungestörtem beidäugigen Sehen (vergleiche Winkelfehlsichtigkeit) ist in der Regel die Sehschärfe höher als mit einem Auge allein. Wenn also die einäugige (monokulare) Sehschärfe bei 1,0 (100%) liegt, erreicht man beidäugig (binokular) meist 1,2 (120%) oder mehr.

Kurz: Bei Stabsichtigkeit/Astigmatismus weist das Auge richtungsabhängig unterschiedliche Fehlsichtigkeiten auf.

Astigmatismus Stabsichtigkeit Hornhautverkrümmung

Stabsichtigkeit liegt vor, wenn die Fehlsichtigkeit des Auges (radial) richtungsabhängig variiert (z. B. wird in senkrechter Richtung ein stärkerer Korrektionswert benötigt als in horizontaler Richtung). Oft tritt dieser Sehfehler in Kombination mit Kurz- oder Übersichtigkeit auf. Hervorgerufen wird diese Art des Sehfehlers durch unsymmetrische Brechkräfte der Augenlinse („innerer Astigmatismus“) und/oder der Hornhaut („äußerer Astigmatismus“). Bei hohen Astigmatismen ist der durch die Hornhaut hervorgerufene Anteil am Gesamtastigmatismus groß. Astigmatismus verursacht unscharfe, bislang verzerrte Netzhautbilder.Stabsichtigkeit kann mit Brillen, formstabilen oder weichen Kontaktlinsen ausgeglichen werden.

Kurz: Unkorrigierte Übersichtige müssen akkommodieren (Akkommodation), um in die Ferne scharf zu sehen. Bei höherer unkorrigierter Übersichtigkeit werden auch ferne Objekte unscharf und nahe Objekte noch unschärfer wahrgenommen.

Bei der Übersichtigkeit ist das Auge bezogen auf die Brechkraft des Auges zu kurz. Bei entspanntem Auge entsteht beim Blick auf ferne Objekte kein scharfes Netzhautbild. Bei gering ausgeprägter Übersichtigkeit kann der Fehler durch ständige Akkommodation ausgeglichen werden. Manchmal werden dadurch Sehstörungen (z. B. Kopfschmerzen, Augenbrennen, müde Augen) ausgelöst.

Die Übersichtigkeit dient in der Entwicklung der Augen als Regulativ zum Erreichen der Rechtsichtigkeit (med. Emmetropie) und wird deswegen bei kleinen Kindern normalerweise nicht oder nicht voll korrigiert. Übersichtige Menschen, die ihren Sehfehler nicht korrigieren, bekommen in vergleichsweise jungen Lebensjahren Probleme bei Naharbeit (unscharfes Sehen, Kopfschmerzen, Anstrengungsgefühl, müde Augen, Augenbrennen). Die Übersichtigkeit kann mit Brillen oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden. Die Wirkungen der Brillengläser oder Kontaktlinsen sind sammelnd, sie haben positive dioptrische Werte.

Wellenfrontfehler des Auges

Was ist ein Wellenfrontfehler des Auges?

Kein Auge gleicht einem anderen. Genauer betrachtet findet man feine Unregelmäßigkeiten in den Konturen des Auges, die unser Sehen beeinflussen. gepasste Brillengläser berücksichtigen diese feinen Abweichungen, die auch optische Fehler höherer Ordnung genannt werden, nicht. Die moderne Wissenschaft beschreibt im Bereich der Optik diese Abweichungen auch als Wellenfrontfehler. Das Medium Licht wird hierbei mit optischen Wellen und nicht mit Lichtstrahlen charakterisiert. Mit Hilfe dieses Modells kann die Leistungsfähigkeit eines optischen Systems, unter anderem des Auges, erheblich präziser dargestellt werden.

Wellenfrontfehler des Auges

Der Begriff Wellenfront entstammt der Wellenlehre und steht für die gedachten Flächen der Lichtwellen eines abbildenden Lichtbündels, die von Wellenorten mit gleichem Schwingungszustand (gleiche Phasenlage) aufgespannt werden. Die ungestörte Wellenfront einer Welle, die von einem weit entfernten Objekt ausgeht, ist eben. Störungen einer solchen Wellenfront werden als Verformungen dieser Fläche gedacht: Eilen einige Wellenphasen vor, wird die Fläche dort vorgewölbt, bei Verzögerungen ist die gedachte Fläche an diesen Stellen eingesunken.

Grafisch werden diese Flächen wie eine Landkarte eingefärbt: je mehr Flächenanteile in Richtung Rot verschoben sind, desto mehr laufen an diesen Stellen die Lichtwellen der idealen Welle voraus, sie sind wie ein Gebirge erhaben, je verzögerter die Wellen sind, im umgekehrten Falle werden sie in Blautönen dargestellt.

Nur die grünen Bereiche sind ideal für eine fehlerfreie Abbildung. Jeder Abbildungsfehler des Auges kann als Wellenfrontfehler beschrieben werden. Komplexe Wellenfrontdeformationen (Abbildungsfehler) werden nach einem Analyseverfahren in einfach zu beschreibende Einzelfehler aufgeteilt. Dafür wird das von Frits Zernike (Physiker, Nobelpreisträger, 1888-1966) in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts vorgeschlagene System angewendet.

Die Einzelfehler verursachen typische geometrischen Deformationen der Wellenfront. Die Fehler niedriger Ordnung (Kurzsichtigkeit, Übersichtigkeit) und Stabsichtigkeit werden bereits bei der Augenprüfung erkannt und berücksichtigt. Ihre Anteile am Gesamtfehler sind in der Regel hoch.

Die typischen Fehler höherer Ordnung sind die Koma und die sphärische Aberration sowie der dreiachsige Astigmatismus (Trefoil- oder Kleeblattfehler). Diese Fehler werden mit einem speziellen Messgerät (Aberrometer) bestimmt. Unterschreiten die Fehler höherer Ordnung die Schwelle der Wahrnehmbarkeit, so wird ihre Korrektion nicht als Verbesserung wahrgenommen.

Bei stärkerer Ausprägung der Fehler höherer Ordnung jedoch kann insbesondere bei großer Pupille der Gesamtfehler des Auges von den Fehlern höherer Ordnung dominiert werden. In diesem Falle können wir spezielle Korrektionswerte ermitteln, die bei Dämmerung oder Dunkelheit eine Verbesserung des Sehens gegenüber konventionell ermittelten Korrektionswirkungen bringen.

Kurz: latente (versteckte) Fehlstellung der Augen infolge eines Ungleichgewichtes der äußeren Augenmuskulatur, die durch eine der Fehlstellung der Augen entgegengerichtete Muskelaktivität ausgeglichen wird.

Die Stellung der Augen in den Augenhöhlen wird durch sechs Muskelpaare (je Auge sechs Muskeln) bestimmt. So wie ein Kutscher mit den Zügeln ein Pferd lenkt, so lenken die Muskelspannungen die Stellung der Augen zueinander. Im Idealfall stehen die Augen immer so, dass die Seheindrücke bei den verschiedenen Blickrichtungen und Sehentfernungen im Gehirn mühelos zu einem räumlichen, dreidimensionalen Gesamtbild verschmolzen („fusioniert“) werden können.

Die Steuerung der Muskeln ist im Gehirn festgelegt. Sie bewirkt, dass die angeblickten Objekte jeweils in die Netzhautgrube (Stelle des schärfsten Sehens, lat. Foveola) abgebildet werden. Dieses Geschehen läuft unbewusst und zwangsläufig ab („Fusionszwang“). Durch einen falschen Muskelansatz am Augapfel oder fehlerhafte Muskelaktivität steht das Augenpaar anatomisch/funktionell in einer abweichenden Stellung. Damit das Bilderverschmelzen dennoch erfolgen kann, müssen zum Ausgleich der Fehlstellung andere Augenmuskeln angespannt werden. Diese Anspannung wird dem gesamten Sehen überlagert, was die Sehleistung einschränken kann (z. B. schlechteres räumliches Sehen) oder Beschwerden verursachen kann (z.B. Kopfschmerzen, Augenbrennen, Lichtempfindlichkeit, müde Augen, u. a. ).

Sofern Winkelfehlsichtigkeit Probleme verursacht, sind die Beschwerden vielschichtig und meist nicht eindeutig. Von den Betroffenen Erwachsenen mit von Winkelfehlsichtigkeit verursachten Problemen werden oft folgende Beschwerdebilder (auch in Kombinationen) genannt:

  • Kopfschmerzen, v.a. bei anspruchsvollen Sehaufgaben, wie z. B. am Bildschirmarbeitsplatz
  • übersteigerte Lichtempfindlichkeit
  • müde Augen
  • Übelkeit, Schwindel
  • Druckgefühl im Augenbereich, Augenbrennen
  • Augentränen
  • Beim Wechsel der Blickentfernung von nah auf fern oder umgekehrt dauert es länger, bis ein scharfer Bildeindruck entsteht
  • besonders schlechtes Sehen bei Dunkelheit (z. B. ungern nach Einsetzen der Dämmerung Auto fahren)
  • im Vergleich geringere beidäugige Sehschärfe als einäugige Sehschärfe
  • zeitweilig Doppeltsehen

Wenn ein Zusammenhang zwischen den Problemen/Auffälligkeiten und der Winkelfehlsichtigkeit besteht, werden diese durch eine entsprechende Brille abgeschwächt oder vollständig beseitigt. Die Brille sorgt für ein anstrengungsarmes Sehen, damit der Kopf frei für die wichtigen Dinge wird.

Bei Kindern beginnen die Probleme meist mit der Einschulung. Zu den Auffälligkeiten, die durch Winkelfehlsichtigkeit verursacht sein können, zählen zum Beispiel:

  • Lese- und Schreibprobleme, häufig Flüchtigkeitsfehler
  • schlechte Handschrift
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lernunlust
  • geringe Belastbarkeit
  • Hypermotorik
  • Probleme der Körperbeherrschung
  • Kopfschmerzen
  • Augentränen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Schwindel, Übelkeit
  • schnelles Ermüden beim Lesen und Schreiben

Wenn ein Zusammenhang zwischen den Problemen/Auffälligkeiten und der Winkelfehlsichtigkeit besteht, werden diese durch eine entsprechende Brille abgeschwächt oder vollständig beseitigt. Die Brille sorgt für ein anstrengungsarmes Sehen.

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